Preis für vorbildliche Mit-Menschlichkeit
Auszeichnung für das Ehrenamt in Stadt und Landkreis Fürth
Die Freimaurer-Loge Zur Wahrheit und Freundschaft in Fürth ehrt regelmäßig eine Persönlichkeit der Stadt oder des Landkreises Fürth.
Regularien
Die Geehrten müssen sich durch überdurchschnittliches Engagement zugunsten der Mitmenschen ihrer Heimatgemeinden auszeichnen.
Ihr Einsatz soll der Wahrung der Menschenwürde dienen, dem wohltätigen Handeln verpflichtet sein oder zur kulturellen Bereicherung beitragen.
Mit der Ehrung ist eine Geldzuwendung zugunsten eines gemeinnützigen Zweckes verbunden. Der Geehrte hat sie nach eigenem Vorschlag für eines der von ihm unterstützten Projekte aus seinem Wirkungskreis zu verwenden.
Jedem Preisträger kann ausdrücklich nur einmal die Ehrung zuteil werden.
2025 - Waltraud Heiter
Die Bruderschaft der Freimaurer ehrt die Preisträgerin für ihr über vier Jahrzehnte währendes, in Haupt- und Ehrenamt gelebtes und vorbildgebendes Engagement für die Menschen in der Stadt, dem Landkreis und im Freistaat Bayern.
Sie hat auf vielfältige Weise wirkungsvolle und dauerhafte Strukturen geschaffen, durch die ohne Ansehen des Geschlechts, der Herkunft, des sozialen Status und den wirtschaftlichen Möglichkeiten die Versorgung von Kranken und Notleidenden, die Begleitung von älteren und einsamen Menschen, sowie die Erfüllung letzter Sehnsuchtswünsche von Sterbenden gewährleistet werden.
Durch sie lebt das Hohe Lied von Solferino weiter: Alle sind Brüder!
Mit großem Respekt erkennt die Bruderschaft in ihrer Haltung und dem vorbildgebenden Einsatz für die Mit-Menschen die humanitären Ideale der Freimaurerei wieder.
Waltraud Heiter ist Kuratoriumsmitglied von „Letzter Wunsch Bayern e.V.“, einer Landesstiftung aus privaten Mitteln. Hier entstand bei ihr die Idee zu einem Hospizmobil, das Menschen am Lebensende an deren Sehnsuchtsorte fahren kann. Sie bleibt ein Feuer, nicht nur ein Glimmen – sie ist Wärme und Veränderung, nicht nur ein fernes Leuchtzeichen, und auch 2025 weiterhin mitverantwortlich für 164 Ehrenamtliche.
Fürth, 19. Oktober 2025
2024 - Wilfried Dietsch
Die Bruderschaft der Freimaurer würdigt den Preisträger für sein langjähriges, vielfältiges und vorbildgebendes Engagement für die Mit-Menschen der Stadt, des Landkreises und in Bayern. Er hat mit der Gründung, dem Kuratieren und der leidenschaftlichen Pflege des Kriminalmuseums Fürth ein vielbesuchtes Dokumentationszentrum für polizeiliche Arbeit und Präventionsmaßnahmen geschaffen und erhalten. Vor über 25 Jahren wurde durch ihn im Landkreis Fürth eine Verbesserung der Akzeptanz der Polizeiarbeit bei Jugendlichen mit der Etablierung von Jugendkontaktbeamten und der Gründung des Vereins „1-2-3 e. V.“ begonnen, die fortwirkend noch heute effektiv der Gewaltprävention dienen. Mit hohem Respekt erkennen wir in seiner vorbildlichen Haltung in Beruf und Leben ein freimaurerisches Ideal, das sich ihn seinen Mitmenschen, losgelöst von Vorurteilen, auf der gleichen Ebene begegnen lässt.
Fürth, 29. September 2024
2023 - Udo Schick
Mit Udo Schick zeichnete unsere Loge im Jahr 2023 einen Mann aus, der in besonderer Weise für gelebte Mitmenschlichkeit in unserer Stadt steht. Als Gründer und prägende Kraft der „United Kiltrunners“ hat er eine Initiative ins Leben gerufen, die weit über das hinausgeht, was auf den ersten Blick sichtbar ist.
Im Zentrum ihres Wirkens steht das Projekt „Radeln ohne Alter“: Mit vereinseigenen Rikschas ermöglichen Udo Schick und seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter älteren sowie in ihrer Mobilität eingeschränkten Menschen kostenfreie Ausfahrten durch den Fürther Stadtpark, den Wiesengrund und andere vertraute Orte ihrer Heimat. Diese Fahrten sind dabei weit mehr als nur ein Transport – sie schenken Lebensfreude, soziale Teilhabe und oft auch ein Stück verlorengeglaubter Freiheit.
Doch das Engagement der United Kiltrunners erschöpft sich nicht in diesen bewegenden Momenten auf drei Rädern. Der Verein versteht sich als aktive Solidargemeinschaft, die ihre Zeit, Kraft und Aufmerksamkeit gezielt dort einbringt, wo Hilfe benötigt wird. Ob durch Unterstützung sozialer Einrichtungen, Sach- und Lebensmittelspenden, konkrete Hilfeleistungen für Menschen in Notlagen oder durch Benefizaktionen – die Kiltrunners leisten einen vielfältigen Beitrag zum sozialen Zusammenhalt in Fürth.
Gegründet aus einer Verbindung von sportlichem Einsatz und sozialem Anspruch, treten die Mitglieder – oft im charakteristischen Kilt – bei Laufveranstaltungen an, um Aufmerksamkeit für ihre Projekte zu schaffen und Spenden zu generieren. Aus dieser Idee ist über die Jahre ein engagierter Verein gewachsen, der heute zahlreiche Ehrenamtliche vereint und weit über die Stadtgrenzen hinaus wirkt.
Udo Schick selbst gilt dabei als Herz und Motor dieser Bewegung. Mit unermüdlichem Einsatz, großer Herzlichkeit und der Fähigkeit, Menschen für seine Idee zu begeistern, hat er eine Gemeinschaft aufgebaut, die Mitmenschlichkeit nicht nur predigt, sondern tagtäglich lebt. Seine Arbeit steht beispielhaft für ein bürgerschaftliches Engagement, das Generationen verbindet und unsere Stadt lebenswerter macht.
Fürth, 24. September 2023
2022 - Martha Dorr
Frau Dorr sammelt seit Jahren Geld für Fürther Grundschulen in sozialen Brennpunkten, um damit Lernmittel zu beschaffen, die in der Schule verbleiben und somit den Kindern uneingeschränkt verfügbar bleiben.
(www.essen-fuer-bildung.de)
Hauptveranstaltung ist jährlich die Benefizveranstaltung „Essen für Bildung“, die 2019 ca. 400 Gäste am Sonntag, 2.Juni um 12 Uhr ins Hotel Forsthaus lockte. Die Gäste genossen für € 10 ein warmes Buffet. Alle Lebensmittel und Getränke die verzehrt wurden, waren gespendet, so daß der gesamte Erlös der guten Sache zufloss. Im Jahr 2019 konnte den 6 Fürther Bildungseinrichtungen insgesamt € 9.000 zur Verfügung gestellt werden. Initiatoren sind Martha Dorr, Marga Hetzner und Jonathan Weisser.
Fürth, 25. September 2022
2021 - Klaus Hunneshagen
Der gelernte Bankkauffmann setzt sich seit mehr als 20 Jahren für die Belange der Bürger sowie der Unternehmen seiner Heimatstadt ein.
Er war viele Jahre Mitglied der Wirtschaftsjunioren Fürth und ist seit 2007 im Wirtschaftsbeirat der Stadt Fürth tätig.
Als Gründungsmitglied und Schatzmeister der Bürgerstiftung Fürth im Jahr 2007 setzt er sich hier hauptsächlich für die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen ein. Der Erlöse seiner alljährlichen Benefizpaella fließt in seine Projekte für Sport, Musik und Bildung. Es werden Patenschaften übernommen, um sich an Jahresbeiträgen von Sportvereinen sowie Musikunterricht zu beteiligen. In Kooperation mit der Gustav-Schickedanz-Schule wird deren Förderverein unterstützt, um Schülern ein gesundes Frühstück vor Unterrichtbeginn zu ermöglichen.
Weiteres ehrenamtliches Engagement von Klaus Hunneshagen :
- Stiftungsrat der Gessler Stiftung seit 2018
- Stiftungsrat der Schreier Stiftung seit 2016
- Gründungsmitglied und Revisor des Ludwig-Erhard Initiativkreis Fürth e.V.
- Gründungsmitglied und Schatzmeister Rotary Fürth seit 2005
Fürth, 26. September 2021
2018 - Helmut Krämer
Sein jahrelanger Einsatz um die Renovierung der Burg – von der er nach eigener Aussage „jeden Stein kennt“ – ist am deutlichsten in der Fürstenkapelle erkennbar: Ihm ist zu verdanken, dass das Altarbild wieder in der Burgkapelle der Cadolzburger Burg steht. Auch bei der Wiedererrichtung der Eichensäule, die 23 Jahre auf ihren Einbau warten musste, war er beteiligt.
Wir bedauern zutiefst, dass Herr Helmut Krämer am 10. Oktober 2018 im Alter von 75 Jahren einer tückischen Krankheit erlegen ist, die Verleihung erfolgte daher posthum am 26. Oktober 2018 im Rahmen einer Feierstunde im Fürther Logenhaus durch Logenvorstand Frank Emmerich und Stiftungsverwalter Dr. Markus Algner, der auch die Laudatio hielt. Der Preis wurde in Vertretung vom Sohn des Preisträgers, Herrn Dr. Reiner Krämer entgegengenommen. Das Preisgeld ging nach dem Willen des Preisträgers an den Heimatverein Cadolzburg und wurde von dessen 1. Vorsitzenden, dem 1. Bürgermeister, Herrn Bernd Obst in Empfang genommen.
Fürth, 26. Oktober 2018
2017 - Herbert Lang
Die Bruderschaft würdigt sein nachhaltiges Engagement für den Verein „Lichtblick e.V.“, der als Sozialverein in Stein den Menschen bereits seit über einem Jahrzehnt in Not hilft.
Der persönliche Einsatz und die große Kreativität der von ihm koordinierten Hilfsmaßnahmen haben in beispielhafter Weise ein Netzwerk von helfenden Partnerorganisationen entstehen lassen.
Dieses umfasst Hilfen bei der Suche nach Arbeitsplätzen, bei Schulschwächen und bei der Versorgung von Hilfsbedürftigen mit Grundnahrungsmitteln.
Die Brüder der Freimaurerloge und insbesonders die Menschen in Stein und der Region Fürth danken dafür und ermuntern Andere zum Nachahmen.
Fürth, 3. November 2017
2015 - Dr. Habibullah Ghamin
Dr. Habibullah Ghamin hat aus erfahrenem Schicksal die Kraft gewonnen und genutzt, Heimatlosen und Verfolgten ohne Ansehen ihrer Religion, ihres Geschlechts oder ihrer ethnischen Herkunft Hilfe zukommen zu lassen. Dabei hat er persönliche und materielle Belastungen auf sich genommen und politische und gesellschaftliche Strukturen zu motivieren versucht. Seine Lebenshaltung und seine Vorurteilsfreiheit zeichnen ihn als einen vorbildlichen Menschen aus, für den Mit-Menschlickeit sein Leben bestimmt.
Fürth, 14. Oktober 2015
2014 - Hella Heidötting
Durch Ihr bürgerliches Engagement erfahren vor allem Kinder seit vielen Jahren eine nachhaltige Förderung ihrer sprachlichen, geistigen und körperlichen Entwicklung.
Zahlreiche Projekte, wie etwa das Kinderbuchhaus, das gesunde Frühstück für hungrige Kinder oder die musische Erziehung gleichen soziale Unterschiede aus, unterstützen bei der Entwicklung persönlicher Fähigkeiten und erweitern so die Chancen und Perspektiven junger Menschen.
Aus ihrer Arbeit heraus ist letztlich das Freiwilligenzentrum Fürth in der heutigen Form entstanden. Die über dieses Zentrum begleiteten sozialen Projekte unterstützen weitreichende Teile der Gesellschaft an den Stellen, wo staatliche Hilfe alleine nicht ausreicht. Die Lebensqualität von Kindern, Senioren, behinderten Menschen, ausländischen Mitbürgern und letztlich aller Bewohner der Stadt Fürth wird hierdurch gesteigert.
Mit ihrem selbstlosen und unermüdlichen Einsatz motiviert sie zahlreiche freiwillige und ehrenamtliche Helfer und akquiriert darüber hinaus erforderliche Spenden und Fördermittel. Sie ist ein prägender Teil des sozialen Lebens in der Stadt Fürth und Vorbild für uns alle.
Fürth, 7. November 2014
2013 - Karin Schaepe
Die Bruderschaft der Loge „Zur Wahrheit und Freundschaft“ in Fürth erkennt im langjährigen Engagement von Frau Karin Schaepe tiefe Nächstenliebe und gelebte Humanität.
Mit der Initiative „Hilfe für Tschernobylkinder“ ermöglicht sie Kindern aus den verstrahlten Gebieten in Belarus Erholung von den gesundheitlichen Beeinträchtigungen, die durch die andauernde Niedrigstrahlung entstanden sind.
Sie schenkt den Kindern während ihres Aufenthaltes in Deutschland Lebensfreude und bleibende Erinnerungen.
Durch die Initiative „Hilfe für Tschernobylkinder“ werden staatenübergreifend Freundschaften zwischen Menschen geschlossen, die sonst einander in Leben lang fremd geblieben wären.
Fürth, 8. November 2013
1994 - Hertha Weber
Die Bruderschaft der Freimaurer würdigt das jahrzehntelange Wirken eines Menschen, der die ihm anvertrauten Kinder niemals ganz aus seiner Obhut entlassen hat und mit ihnen ein ganzen Leben anteilnehmend verbunden blieb.
Als Erzieherin hatte sie sich mit Leib und Seele der Kinder angenommen und sie über das selbstverständliche Maß hinaus durch die Kraft ihrer Persönlichkeit geprägt, unterstützt und begleitet.
Indem sie die Kinder als Kinder und nicht als Angehörige unterschiedlicher Nationen sah, entwickelte sie in ihnen ein vorbildliches Maß an Toleranz zueinander.
Gruppenmodelle mit der Einbeziehung der Mütter und Eltern wiesen ihren Nachfolgerinnen einen beispielhaften Weg in die Zukunft.
So ist der Respekt, den sie noch heute bei „ihren Kindern genießt als ein Maßstab zu werten, der den Erzieherinnen Beispiel geben kann.
Fürth, 21. Oktober 1994
1994 - Schwester Gerwalda Burg
Die Bruderschaft der Freimaurer würdigt das 45-jährige Wirken eines Menschen, der sich in vorbildlicher Weise der kranken und hilfsbedürftigen Menschen angenommen hat.
Durch ihre aufopfernde, zuwendungsintensive und sehr persönliche Pflege ist sie für ungezählte Hilfesuchende zur Verkörperung der Mitmenschlichkeit geworden.
Das Gebot ihres Ordens zur Nächstenliebe hat sie in der ihr eigenen Art umgesetzt und in das tägliche Leben eingebracht.
Ihr Respekt vor der Person des Mitmenschen, ihr motivierender Zuspruch und die Demut vor den Fügungen des Schicksals geben ein Beispiel für ein Leben im Dienste der Gesellschaft.
Im Vertrauen auf ihre eigene Bestimmung innerhalb des göttlichen Schöpfungsplanes hat sie der Gesamtheit der Sozialstationen ein Vorbild gegeben, das auch diesen zur Ehre gereichen soll.
Fürth, 21. Oktober 1994
1993 - Uwe Lichtenberg
Die Bruderschaft würdigt das Wirken eines Bürgers der Stadt Fürth um das Wohl seiner Mitmenschen.
Der Geehrte hat als Mitarbeiter im diakonischen Dienst, als staatlich geprüfter Sozialpädagoge, als Bewährungshelfer des Landgerichtes Nürnberg-Fürth, als Sozial und Krankenhausreferent, als Kreisvorsitzender des Bayerischen Roten Kreuzes, als langjähriger Präsident des Tierschutzvereines, in der Unterstützung bei der Schaffung von Kinder- und Jugendbegegnungsstätten und als Streiter und Betreuer der Begegnungsstätten für ausländische Arbeitnehmer Beispiele gegeben und Zeichen gesetzt, wie die Würde des Menschen und die ihn umgebenden Natur bewahrt und gefördert werden kann.
Die Freimaurerloge „Zur Wahrheit und Freundschaft“ ehrt ihn ebenfalls als den gewählten Ersten Bürger der Stadt und bringt hierdurch zum Ausdruck, dass die Würde eines Amtes nicht von der Würde eines Menschen getrennt werden kann.
Die Bruderschaft versteht die Vergabe des Preises als einen Auftrag an den Geehrten und die Mitmenschen, sich weiter und noch bewusster für die Bewahrung der Mit-Menschlichkeit einzusetzen.
Fürth am Erntedankfest 1993
Presse-Material
Hier hinterlegen wir bald Daten für Presse-Veröffentlichungen.
